30.07.2010
 
13.12.2006
Alex Odermatt auf Novartis-Professur für Toxikologie gewählt

Die Novartis-Professur für Molekulare und Systemische Toxikologie ist besetzt: Auf dieses neu geschaffene Extraordinariat hat der Universitätsrat den 40-jährigen Prof. Alex Odermatt gewählt. Neuer Assistenzprofessor für Zoologie wird Prof. Walter Salzburger, neue Assistenzprofessorin für Öffentliches Recht Prof. Daniela Thurnherr.

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Prof. Alex Odermatt

Prof. Dr. Alex Odermatt wird erster Inhaber der Novartis-Professur für Molekulare und Systemische Toxikologie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Seit 2000 ist er Oberassistent in der Abteilung für Nephrologie und Hypertonie der Universität Bern (Inselspital). Geboren 1966 in Dallenwil NW, studierte er Chemie mit Spezialisierung auf Biochemie an der Universität Bern, wo er 1994 auch promovierte. 1995 bis 1998 absolvierte er ein Postdoktorat am Best Institute an der University of Toronto (Kanada) und ist seither in der Abteilung für Nephrologie und Hypertonie an der Universität Bern tätig. Odermatt ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Seine Forschung ist auf die Mechanismen ausgerichtet, welche die Konzentration und Wirkung von bestimmten Hormonen, den Glukokortikoiden, kontrollieren, so auch die Einflüsse von Umweltchemikalien. Glukokortikoide werden in der Nebennierenrinde gebildet und beeinflussen etwa das Immunsystem, den Stoffwechsel, den Wasser- und Elektrolythaushalt, das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem.

In Basel möchte Odermatt die Wirkmechanismen von Steroidhormonen, mit einem Fokus auf Glukokortikoide, auf verschiedenen Ebenen untersuchen. Dabei sollen Aspekte der Grundlagenforschung sowie klinisch, pharmazeutisch und umwelttoxikologisch relevante Aspekte berücksichtigt werden. Er verfolgt einen multidisziplinären Ansatz und möchte mit Forschungsgruppen aus verschiedenen Gebieten Zusammenarbeiten aufbauen. Die Erkenntnisse der Forschung möchte er unmittelbar in die Lehre einfliessen lassen und dort auf molekulare Wirkmechanismen toxischer Verbindungen und deren Einfluss auf den Organismus fokussieren. Die neu geschaffene Professur für Molekulare und Systemische Toxikologie wird an der Universität Basel mit Unterstützung der Novartis-Forschungsstiftung vorerst auf fünf Jahre eingerichtet. Novartis beteiligt sich daran mit 1,8 Mio. Franken. Mit dem Extraordinariat am Departement Pharmazeutische Wissenschaften wird der Forschungsschwerpunkt Pharmawissenschaften massgeblich verstärkt.

Zwei Assistenzprofessuren besetzt

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Prof. Daniela Thurnherr

Zur Assistenzprofessorin (mit Tenure Track) für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Öffentliches Prozessrecht, an der Juristischen Fakultät wurde Prof. Dr. Daniela Thurnherr gewählt. Sie wurde 1972 in Uznach SG geboren und studierte Rechtswissenschaft an der Universität Zürich. Vor der Promotion über den Zugang zu behördlichen Umweltinformationen im Jahr 2004 forschte sie am Collegium Helveticum der ETH Zürich und am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und war unter anderem als Assistentin und Oberassistentin an den Universitäten Zürich und Luzern tätig. Darauf folgten ein einjähriges Studium mit Forschungsaufenthalt an der Yale Law School in New Haven, der Erwerb des LL.M. und 2006 die Zulassung als Rechtsanwältin in New York.

Seit 2005 ist Daniela Thurnherr juristische Sekretärin am Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sowie Lehrbeauftragte an den Universitäten Luzern und Zürich. Derzeit forscht sie über den Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung im Verwaltungsverfahren und -prozess; neben dem öffentlichen Prozessrecht hat sie sich unter anderem auch mit Umwelt-, Raumplanungs- und Baurecht befasst.

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Prof. Walter Salzburger

Prof. Dr. Walter Salzburger wird neuer Assistenzprofessor (mit Tenure Track) für Zoologie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Der österreichische Staatsbürger wurde 1975 in Wörgl (Tirol) geboren, studierte Biologie (Zoologie) an der Universität Innsbruck und schloss sein Studium 2001 am dortigen Institut für Zoologie und Limnologie mit dem Doktorat über die molekulare Evolution von Fischen ab. Zum selben Thema forschte er von 2001 bis 2006 als Postdoktorand am Fachbereich Biologie der Universität Konstanz; zudem war er dort Mitglied im interdisziplinären Zentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Darauf wechselte er als Assistent und Forschungsgruppenleiter ans Departement für Ökologie und Evolution der Universität Lausanne.

Salzburgers Forschungsinteressen liegen in der Evolution der Tiere, ihrer Anpassung an ihre Umwelt und der Bildung der ökologischen, morphologischen, Verhaltens- und genetischen Diversität. Besonders spezialisiert ist er auf die Erforschung der Buntbarsche (Cichliden) in den Seen Ostafrikas; diese Fische, von denen es über 2000 Arten gibt, gelten in der Evolutionsforschung als wichtiges Modell für die Artentwicklung.


Weiter hat der Universitätsrat:

  • den Strukturplan der Medizinischen Fakultät und den Bericht zur Forschungsausrichtung Neurologie/Neuropädiatrie zur Kenntnis genommen und der Nachfolgebesetzungen der Professuren Neurologie und Neuropädiatrie sowie der Freigabe eines Ordinariats für Neurologie und eines Extraordinariats für Neuropädiatrie zugestimmt.
  • den Bericht der Strukturkommission «Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde» der Medizinischen Fakultät zur Kenntnis genommen und der Freigabe einer Tenure-Track-Assistenzprofessur «Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde» zugestimmt.
  • den Strukturplan Gesellschaftswissenschaften zur Kenntnis genommen und der Schaffung einer dritten Professur für Medienwissenschaft und ihre Freigabe zur Ausschreibung und Besetzung zugestimmt.
  • den Strukturplan des Departements Chemie 2006 zur Kenntnis genommen und der Freigabe der Professur in Bioanorganischer Chemie zugestimmt.
  • die Schaffung einer Professur für Molekulare Psychologie als achte Professur an der Fakultät für Psychologie gemäss Entwicklungsplan grundsätzlich gutgeheissen.

 
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